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Methods of Alignment 

 

Andreas van Dühren

 

Es ist so verlockend wie gefährlich, grundsätzliche Überlegungen zur Zeichnung anzustellen. Die Assoziationen mit dem Konstruktiven wie dem Spontanen verleiten zu vermeintlich widersprüchlichen Ansätzen. In diesem Fall scheint der Titel den Augenschein gezielt zu konterkarieren: das Strikte, Konsequente und das Zurechtrücken, Begradigen zum einen, das Abgründige, schwer Fassbare, dem Diskursiven sich zunächst Entziehende zum anderen ...

Offenkundig immerhin ist hier das Bedürfnis, möglichst wenig dem Ungefähren, Diffusen zu überlassen; es mögen unerschlossene Innenwelten sein, doch stellt sich das Einzelne in scharfer Kontur heraus, und die Betonung des Arrangements deutet auf die Ambition eines Erfinders, nur dass dieser – Autor, Regisseur, Demiurg? – es wohl auf eine Ordnung abgesehen hat, die durch Zersplitterung, ein Auseinanderfallen, intrigante Interferenzen und nicht durch beschwichtigende Kohärenz gekennzeichnet ist: Die möglichen Kehrseiten – bedrohlich, erlösend? – werden dem Vertrauten gleichgültig beigestellt, und das Ungeschützte darf sich mit der Maskerade nicht vertragen. Man folgt einer Analyse, deren Ergebnisse fortwährend nach einem anderen Prinzip der Untersuchung verlangen. Jeder Augenblick der Wahrheit widerspricht der genügsamen Parole, so sei das Leben.

 

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